Weinlagen im Rheingau
Der Rheingau ist eines der bedeutendsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Auf rund 3.200 Hektar Rebfläche zwischen Hochheim am Main und Lorch am Rhein dominiert der Riesling, ergänzt durch Spätburgunder. Die Weinberge liegen überwiegend an nach Süden ausgerichteten Hängen zwischen Rhein und Taunus – eine Kombination aus Sonneneinstrahlung, Wärmespeicherung des Flusses und Schutz durch den Taunuskamm.
Die Lagenstruktur im Rheingau
Das Anbaugebiet gliedert sich in Einzellagen und Großlagen. Bekannte Einzellagen sind unter anderem der Rüdesheimer Berg Schlossberg, der Erbacher Marcobrunn, der Hochheimer Domdechaney und die Lagen rund um Schloss Johannisberg. Böden aus Schiefer, Quarzit, Löss und Lehm prägen die Unterschiede im Geschmack – von mineralisch-straff bis kräftig und fruchtbetont.
Rebsorten
- Riesling – rund 78 Prozent der Rebfläche, trocken bis edelsüß ausgebaut
- Spätburgunder – vor allem rund um Assmannshausen mit langer Rotweintradition
- Weitere Sorten – kleinere Anteile Weißburgunder, Chardonnay und Sekt-Grundweine
Weinlagen erleben
Viele Lagen sind über Wanderwege wie den Rheinsteig und den Rheingauer Riesling-Pfad zugänglich. In der Saison schenken Weinprobierstände direkt in den Weinbergen aus, dazu laden Weingüter zu Kellerführungen und Verkostungen ein.