Straußwirtschaften im Rheingau – eine lebendige Tradition
Was ist eine Straußwirtschaft?
Eine Straußwirtschaft ist ein zeitlich begrenzter Weinausschank direkt beim Winzer. Der Name stammt von dem Strauß oder Kranz, der über der Tür hängt.
Historischer Ursprung
Die Tradition geht auf ein Edikt von Karl dem Großen aus dem Jahr 812 zurück.
Rechtliche Regelung in Hessen
- Öffnungsdauer: Maximal 4 Monate pro Jahr
- Speiseangebot: Nur einfache, kalte Speisen
- Weine: Ausschließlich Eigenerzeugnisse
Typische Speisen
- Handkäse mit Musik – mariniert mit Zwiebeln und Essig
- Spundekäs – Frischkäse-Dip mit Paprika
- Flammkuchen – dünn und knusprig
- Winzerwurst – regionale Spezialitäten
- Käseplatte – regionale Käsesorten
Saison
- Frühling (April–Mai): Die ersten Winzer öffnen
- Sommer (Juni–August): Hochsaison
- Herbst (September–Oktober): Weinlese-Stimmung, Federweißer
- Winter: Einige Winzer öffnen zur Adventszeit
Die besten Orte
Eltville am Rhein
Die höchste Dichte an Straußwirtschaften.Oestrich-Winkel
Straußwirtschaften mit Blick auf den Rhein.Hallgarten
Panoramablick über das Rheintal.Hochheim am Main
Mit rund 15 Straußwirtschaften besonders vielfältig.Praktische Tipps
1. Bargeld mitnehmen 2. Ohne Reservierung – Plätze werden geteilt 3. Früh kommen – an sonnigen Wochenenden wird es voll 4. Mit ÖPNV anreisen – Rheingaulinie (RB10)
Fazit
Ein Besuch in einer Straußwirtschaft gehört zum Rheingau-Erlebnis dazu.